Warum Weihnachten der perfekte Moment für echte Wertschätzung ist
Ein Weihnachtsgeschenk fürs Team? Jedes Jahr stellt sich die Frage erneut. Aber was wäre ein schöneres Geschenk, als wahrgenommen zu werden? Ich bin selbst seit vielen Jahren Vorgesetzter und weiß, dass das im Trubel des Alltags manchmal zu kurz kommen kann. Deswegen nutze ich ganz besonders die stille Zeit (die ja in Wirklichkeit leider gar nicht still ist), um mich genau darauf zu besinnen: Ich schreibe jedem meiner Mitarbeitenden einen Dankzettel.

Wertschätzung im Team
Warum das Standardgeschenk verpufft
Der Gutschein ist schnell besorgt und ebenso schnell vergessen. Sein Problem ist die Austauschbarkeit: Dieselbe Karte hätte jede andere Person im Team auch bekommen können. Übrig bleibt der Betrag. Es fehlt der Satz „Ich habe gesehen, was du geleistet hast.“
Ein Dankzettel kostet ein paar Minuten und sagt genau diesen Satz. Deshalb landet er an Pinnwänden, in Geldbörsen und manchmal Jahre später noch in einer Schublade.
Was auf einen guten Dankzettel gehört
Drei Dinge entscheiden darüber, ob aus einer Floskel ein Satz wird, der ankommt.
- Verhalten statt Ergebnis. „Tolles Projekt“ beschreibt das Resultat. „Du hast gemerkt, dass die Abstimmung hakt, und hast alle an einen Tisch geholt“ beschreibt, was die Person getan hat. Nur das kann sie wiederholen.
- Konkret statt allgemein. Eine Situation, ein Moment, am besten mit Datum. Je genauer der Satz, desto deutlicher wird, dass du wirklich hingeschaut hast.
- Deine eigene Wahrnehmung. Schreib dazu, was es mit dir oder mit dem Team gemacht hat. „Das hat dem ganzen Raum Sicherheit gegeben“ wirkt stärker als jedes Lob im Passiv.
Drei Fragen, die beim Schreiben helfen
Wenn dir zu einer Person nichts einfällt, liegt das selten an der Person. Meistens fehlt der Blick. Diese drei Fragen holen ihn zurück:
- In welchem Moment dieses Jahres war diese Person in ihrer besten Form?
- Was wäre im Team schlechter gelaufen, wenn es sie nicht gegeben hätte?
- Welche Stärke setzt sie so selbstverständlich ein, dass es niemandem mehr auffällt?
Die dritte Frage ist die ergiebigste. Was Menschen mühelos tun, halten sie selbst für normal und bekommen darum nie eine Rückmeldung dazu. Mehr dazu steht in unserem Beitrag Eigene Stärken erkennen.
Wann du dir die Zeit dafür nimmst
Am 23. Dezember zwischen zwei Terminen wird das nichts. Blockier dir Anfang Dezember eine Stunde im Kalender, so wie du dir einen Termin mit einer wichtigen Kundin blockieren würdest. Für ein Team von zehn Personen reicht das.
Ich schreibe die Zettel am Stück. Das klingt unromantisch und ist genau richtig: Im Schreiben kommt der Blick auf das ganze Jahr zurück, und bei Person sieben fällt mir oft noch etwas zu Person drei ein.
Wenn das Team groß ist
Bei dreißig Leuten lässt sich das nicht mehr ehrlich machen. Dann schreibe ich die Zettel für meine direkten Führungskräfte und bitte sie, dasselbe für ihre Leute zu tun. Nur sie kennen die Beispiele, auf die es ankommt. So erreicht die Geste alle und bleibt trotzdem echt.
Und wenn doch etwas dazu soll
Ein Zettel und eine Kleinigkeit vertragen sich gut. Die Kleinigkeit transportiert die Aufmerksamkeit, der Zettel den Inhalt.
- Die Dankzettel® Haftnotizen gibt es als Team-Vorrat, damit die guten Worte übers Jahr nicht ausgehen.
- Unsere Holzboxen machen aus einem Riegel Schokolade ein Geschenk mit Wortspiel.
- Fürs gemeinsame Jahresende im Team eignet sich der Stärkenatlas: 48 Stärkenkarten, mit denen ihr euch gegenseitig zeigt, was ihr aneinander schätzt.
Wenn du weiter stöbern willst, haben wir zwei Beiträge, die genau hier ansetzen:
- Geschenkideen: Der große Guide für jeden Anlass sortiert die Ideen nach Anlass, vom Onboarding über den Geburtstag bis zum Abschied.
- Mitarbeitergeschenke finden: 4 Strategien, die wirklich passen hilft bei der Frage davor: Wie findest du heraus, worüber sich jemand überhaupt freut?
Und warum Dankbarkeit als Haltung mehr trägt als jede Einzelaktion, steht in Ich danke, also bin ich.
Das Schönste an dieser Form von Geschenk: Sie wirkt zweimal. Beim Lesen und beim Schreiben.
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